Vorwort:
Das so genannte Social-Network ist eine der größten Evolutionen im Internet die sich innerhalb der letzten Jahreeinen festen Platz in unserer Gesellschaft schaffen konnten.
Als typischer Vertreter des Web 2.0 basiert dieses System natürlich auf dem UGC Prinzip.
(User Generated Content – deutsch: nutzergenerierter Inhalt)
Der Markt dieser Netzwerke ist mittlerweile mehrere Milliarden schwer
und schüttet für die führenden Anbieter jährlich Gewinne in Millionen Höhe aus.
Durch den ansteigenden Bekanntheitsgrad und die Begegnungen im Alltag (z.B. in der Werbung)
werden immer mehr Nutzer zu dem Eintritt in diese Netzwerke verleitet.
Viele Veranstalter, Firmen und Vereine greifen auf die Möglichkeiten der Communitys zurück
um sich den Aufwand und die Kosten einer eigenen Webseite zu sparen.
Wurde der tägliche Besuch solcher Dienste vor ein paar Jahren noch belächelt sind Seiten wie Facebook und Konsorten
mittlerweile salonfähig geworden. Durch das Heranwachsen der „Generation Internet“ erreicht der Branchenführer Facebook
Anfang Juli 2011 einen Stand von ca. 710,9 Millionen Mitgliedern weltweit. Davon rund 20,2 Millionen Deutsche.
Das Vermögen des Vorstandsvorsitzenden und Gründers von Facebook, Mark Elliot Zuckerberg,
wird vom Wirtschaftsmagazin Forbes auf 6,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Hinter diesem Erfolgskonzept jedoch stehen offenkundige Lücken im Umgang mit den persönlichen Daten der Nutzer.
Mein Kommentar:
Die Welt ist stets im Wandel. Nichts kann bleiben wie es ist.
Obwohl dieses Naturgesetz nicht simpler sein könnte, hängen viele von uns der Routine hinterher.
Als Mensch wünschen wir uns ein paar feste Punkte auf die wir jederzeit zählen können.
Das sich die Gesellschaft laufend ändert wird mir jedes mal bewusst wenn ich auf Bekannte treffe die noch vor kurzem nichts mit dem Internet oder auch allgemein PC's anfangen konnten. Viele von ihnen laufen nun mit Smartphones und Netbooks mit 3G oder UMTS durch die Gegend.
Die Nutzung dieser modernen Technologien beschränkt sich aber zumeist auf Nebensächlichkeiten wie diverse Browserspiele und Social-Networks.
Es wird getwittert und gepostet. Man meldet seinen Aufenthaltsort, ändert seinen Status oder schaut welcher Bekannte gerade online ist.
Mit einer erschreckenden Naivität werden private Informationen veröffentlicht. Sei es in Form von Bild, Text oder Video. Das jeder für sich selbst Verantwortlich ist, liegt auf der Hand. Doch überblicken die meißten Nutzer auch die damit verbundenen Risiken?
Durch meine eigene Entwicklung in Sachen PC und Internet weiß ich das man auch bei diesem Thema nur durch Erfahrungen lernt. Kein PC-Kurs kann einen auf das vorbereiten was z.B. technisch versierte Betrüger einem im Internet zwischen die virtuellen Beine werfen.
Vor allem dann nicht, wenn diese sich hinter seriösen und nebenbei auch kommerziellen Unternehmen verstecken.
Selbst wenn auf negative Umstände und Gefahren hingewiesen wird werden diese meist mit einem uninteressierten Schulterzucken
abgewunken oder einfach heruntergespielt. Das Internet ist einfach nicht greifbar genug und scheint daher vielen wie eine Grauzone.
Der Verkauf von persönlichen Daten und der freie Zugang für unüberschaubar viele Nutzer
(trotz getroffener Einstellung in der „Privatsphäre“) ist einfach noch zu unbekannt.
Ein Horrorszenario wäre die (fast) vollständige Auflösung der Anonymität
(und sei es auch nur digital – wobei das Internet noch nie wirklich anonym war und es aufgrund der Technik auch nicht sein kann).
Im Fall Facebook ranken sich viele Gerüchte und Vermutungen wer eigentlich alles vollen Zugriff auf die Nutzerdaten hat.
Dazu kommt die Problematik seinen existierenden Account wieder zu löschen.
Ein einfaches entfernen des Accounts ist nicht möglich. Man kann diesen lediglich deaktivieren
und sollte von dort an (nach recherchierten Informationen) mindestens 14 Tage den Zugang zu Facebook meiden.
Selbst nach dem Ablauf dieses Zeitraumes ist der Account nicht rückstandslos gelöscht.
Bei all diesen Problemen und Nebenwirkungen bleibt jedem Nutzer natürlich die freie Wahl überhaupt einem Social-Network beizutreten.
Hier spielen jedoch je nach Alter und Umgang eine Form von Gruppenzwang und gesellschaftliche Konventionen durchaus einflussreiche Rollen.
Links der Recherche:
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